Strategien zur Stressbewältigung

05.04.2020

Eines gleich vorweg: Stress lässt sich bewältigen. Wir sind dem Ganzen nicht hilflos ausgeliefert. 

Aber: Stress wird nicht dadurch reduziert, indem wir uns ein paar Tipps durchlesen, einmal Spazieren gehen oder uns einmal für 5 Minuten ruhig hinsetzen. Damit die Methoden helfen können, ist es notwendig, sie immer wieder zu wiederholen, sie in unseren Alltag einzubauen. Kein Programm der Welt wirkt von jetzt auf gleich. Und meist ist es eine Kombination aus mehreren Möglichkeiten. In den meisten Internetforen bekommt man viele Tipps, was man zur Stressreduktion tun könne. Diese Methoden beziehen sich hauptsächlich auf den 

Ansatzpunkt Handlungsstrategien:

  • Bewegung (frische Luft, Tageslicht, Natur): senkt Stressspiegel
  • Ruhe (Pausen, genügend Schlaf)
  • Reden (Problem fokussieren, Lösungen finden, Neuorientieren)
  • Meditation
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Batterien aufladen (was gibt mir Kraft?)

Darüber hinaus gibt es aber auch weitere Ansätze, die Einfluss auf die Stressoren nehmen:

Ansatzpunkt: Situation verändern: 

Hier geht es um eine Bewusstmachung, welche Anforderungen und Belastungen den Stress hervorrufen und diese dann schrittweise verändern, verringern oder abzubauen. Beispiel: Unterstützung holen, Prioritäten setzen, NEIN sagen, Kompetenzen aneignen,...

Ansatzpunkt Einstellung/Bewertung verändern:

Bei dieser Form der kognitiven Stressbewältigung  konzentriert man sich auf die eigenen Einstellungen und Bewertungen, die Stress erzeugen.  Durch die Bewusstmachung können stressverschärfende Gedanken verändert werden, z.B. durch relativieren, Sinn geben, Schwierigkeiten nicht als Bedrohung, sondern als Chance sehen, usw. 

Hier empfehle ich angeleitetes Neuromentaltraining, das dabei hilft, die bisherigen Muster und Prägungen zu unterbrechen und neue, lebensförderliche Programme aufzubauen. 

Als zielführend erachte ich die Einbeziehung aller drei Ansatzpunkte, um nachhaltigen Erfolg zu haben. Wirksames Stress-Management und effektive Burnout-Prophylaxe sind meiner Meinung nach aber nicht durch einfaches Lesen von Anti-Stress-Botschaften, wie sie zu Tausenden auf Pinterest zu lesen sind,  zu haben.